Quelle: Chronik der Marktgemeinde Marschendorf III. Teil

Wehre

Wehre Wehre sind 2 das Roedersche und Piettische Wehr.
Aus dem Roederischen Wehre fliest das Wasser durch 2 Einläufe in den Graben in die Fabrik nach Marschendorf I wo es bei vollem Wasserstaue die ganze Fabrik in Betrieb setzt. Der Graben hat eine Länge von 1500 m und wird wegen der hohen Herstellungskosten im Volksmunde der Milliongraben genannt, erbaut wurde er im Jahre 1872. Im Besitztum der Fa. Roeder & Co befindet sich unterhalb des Wehres der Klärteich samt Wasserhaus, das im Jahre 1897 durch die Hochwasserkatastrophe teilweise weggerissen wurde; da keine Verbindung zwischen Graben und Wasserhaus war, war die Fa. G. Roeder & Co genotigt eine Brücke zu bauen. Derzeit flos Wasser aus dem Wehre in die lange Mühle Marschendorf II wo Getreide gemahlen wurde, und die Anreiner damals gezwungen waren Ihren Wasserbedarf zu decken. Nachdem der Mühlgraben später zugemacht wurde, wurde vom Wehre aus eine Rohrleitung gelegt und ein kleines Wasserhäusl gebaut, aus dem die Häuser Nr. 22 – 25 ihren Wasserbedarf deckten. Und die anderen Anreiner als Ersatz für das Mühlgrabenwasser Pumpen erhielten. Das alles wurde auf Kosten der Fa. G. Roeder & Co hergestellt.

Von den Gemeindeumlagen hat die Fa. G. Roeder & Co Marschendorf I, ¼ der direkten Steuern zu bestreiten.




Die Speisung des Millionengraben im Jahre 2012.


Die Wehranlage im Jahre 2012.


Der Millionengraben im Jahre 2012.

Das Piettesche Wehr befindet sich cirka an der Grenze Marschendorf IV, über dieses eine Wehrbrücke fuhrt. Von dieser flos das Wasser in einem Holzgerinne in die Holzschleife, die lange Jahre durch die Wasserkraft betrieben wurde. Besitzer war Ettrich, Trautenau, Pachter: Hofer und Lorenz. Nach dem das Holzgerinne nicht zugedeckt war, stürzte Wenzel Pohl, Landwirt in denselben. Im Jahre 1897 wurde dasselbe zum gröstenteile demoliert. Seit dem Jahre 1905, 22.XI. ist P. Piette, Freiheit Besitzer desselben, Pächter war Hermann Hofer Dunkelthal, der bis 14. September 1919 darin gearbeitet hat, wo es an dem selben Tage total niederbrannte. Die Fa. P. Piette, Freiheit lies den Betrieb wieder aufbauen, errichtete statt derselben eine Hydrozentrale.

< Home >

Copyright 2012, http://marschendorf.riesengebirgler.de / www.riesengebirgler.de